Vulkane in Island

Vulkane in Island

Auf Island gibt es über 130 Vulkane, von denen 18 in jüngster Zeit aktiv waren. Gut 30 der Vulkane zählen heute zu den potentiell aktiven Vulkanen. Die Lage Islands ist der Grund für die grosse Anzahl Vulkane auf einer verhältnissmässig kleinen Fläche. Hier treffen die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatten aufeinander, wobei die Nahtlinie mitten durch die Insel geht, der sogenannte mittelatlantische Gebirgsrücken. Unter dieser Nahtlinie ist die Erde in ständiger Bewegung. Eine gewaltige Magma-Blase steigt aus dem oberen Erdmantel auf und wölbt die Erdkruste nach oben. Dies hat vulkanische Aktivität zufolge. Ausserdem driften beide Kontinentalplatten jedes Jahr um etwa zwei Zentimeter permanent auseinander.

Die Vulkane gehören zum Alltag der isländischen Bevölkerung. So überwachen die Vulkanologen beim Icelandic Meteorological Office die Aktivitäten der Vulkane sehr genau und haben ein ausgeklügeltes Warnsystem, um die Bevölkerung und Touristen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, sollte ein Vulkan in kürzester Zeit ausbrechen. Jeder Vulkan ist auf einer sogenannten Warnkarte erfasst und mit dem aktuellen Status der Aktivität gekennzeichnet (Ampelsystem).

Kontiki Reisen prüft regelmässig auf den offiziellen Kanälen die Geschehnisse der Vulkanaktivität in Island.

Jüngst steht der Öræfajökull im Fokus der Experten. Der Vulkan zeigt seit November 2017 Auffälligkeiten in Form einer gesenkten Eiskappe über dem Krater. Daher wird er sehr engmaschig überwacht, um einen möglichen Ausbruch so früh wie möglich zu bemerken. Allerdings kann niemand vorhersehen, wann die Vulkane genau ausbrechen. Das kann in 4 Tagen, als auch erst in 40 Jahren sein. Die Isländer beobachten die Situation des Öræfajökulls mit Webkameras, Satellitenaufnahmen und Temperatursensoren rund um die Uhr.

Aktuelle Informationen zum Vulkanismus auf Island:


Touristische Highlights dank Vulkanismus

Gerade die Vulkane und die damit verbunden Aktivitäten machen Island als Reiseland attraktiv. So trumpft die Insel dank dem Vulkanismus mit Geysiren und heissen Quellen in Thermalgebieten als Sehenswürdigkeiten auf. Auch das Naturparadies Mývatn im Norden fasziniert mit Lavaformationen, Pseudokratern, Schwefelquellen und Ascheringen. In Kombination mit den zahlreichen Gletschern wird Island der Bezeichnung "Insel aus Feuer und Eis" gerecht.

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Ausserdem gibt es durch den Vulkanismus Erdwärme in Überfluss und die Isländer wissen diese gut zu nutzen: Sie gewinnen mehr als die Hälfte ihres Stroms mittels Geothermiekraftwerke. Im Winter versorgt die Fernwärme die Bevölkerung mit günstiger Heizenergie. Einige der Gehwege in Reykjavík verfügen gar über eine Fussbodenheizung, damit sie im Winter eisfrei bleiben. Neben den natürlichen heissen Quellen können Islandreisende auch in den grossen Bädern, wie der berühmten Blauen Lagune auf der Reykjanes-Halbinsel oder dem Nature Bath im Mývatngebiet entspannen. Für diese Bäder wird das Abwasser von Geothermiekraftwerken genutzt.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Islandreise und dem aktuellen Stand bezüglich den Vulkanen auf Island?
Unsere Islandexperten sind gerne für Sie da: 056 203 66 88