Zarengold und Russland

Mit dem Zarengold durch drei Kulturen

Die ehemalige Kontiki-Reiseberaterin Evelin Kuster begleitete im Sommer eine Gruppe von Peking zum Baikalsee – Erinnerungen an eine unvergessliche Reise, die Sie in dieser Form nur bei Kontiki Reisen buchen können.

So viele träumen davon, einmal im Leben mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren. Für mich wurde dieser Traum schneller Wirklichkeit, als ich je gedacht hätte. Zwei Wochen lang begleitete ich eine wunderbare Gruppe, erlebte spannende Führungen und hatte nette Begegnungen. Ein Abenteuer auf Schienen!

Über Nacht flogen wir mit der Swiss ins fremde Peking. Noch nie war ich so weit im Osten gewesen und war gespannt auf die uralte Kultur und die moder ne Stadt. Ich wurde nicht enttäuscht. Auf verschiedenen Führungen lernten wir das alte und das neue Peking kennen. Vom Himmelstempel beispielsweise blickt man über die antiken Mauern auf die moderne Skyline der Neustadt.

Zwei Tage später führte uns der komfortable Regierungszug ins chinesische Hinterland. Während wir uns im Sessel zurücklehnten, konnten wir das vorbeiziehende Spektakel auf uns wirken lassen: moderne Städte, traditionelle Siedlungen und dazwischen karge Landschaften. Die Ausläufer der Wüste Gobi zeigten sich in aller Deutlichkeit. Plötzlich richtete sich meine Zimmergenossin auf und sah weit weg etwas. Es waren Schafe mit ihrem Schäfer. Es freute uns, der Bevölkerung und ihrem Alltag so nahe zu kommen. Nach der mongolischen Grenze wechselten wir auf den Zarengold. Mit dem russischen Zug fuhren wir aus der Wüste in die saftig grüne Landschaft der Mongolei. Beeindruckend, diese Weite der Steppen! Die Landschaft zog an uns vorbei und die weissen Jurten wirkten wie kleine Inseln in der endlosen Weite. In Ulan Bator angekommen erwartete uns nach einer kurzen Stadtrundfahrt ein Kontrastprogramm in der mongolischen Schweiz, im Terelj Nationalpark. Wir liessen es uns nicht nehmen, ganz authentischthentisch in einer Jurte zu übernachten und waren froh um den warmen Ofen.

Wieder zurück im Zug wurden wir mit leckeren Speisen verwöhnt. Dazu gab es – so will es die Tradition – russischen Wodka. Fantastisch, was das Küchenteam auf diesen begrenzten Quadratmetern auf unsere Teller zauberte! Während der Fahrt lauschten wir aufmerksam den Vorträgen durch den Bordlautsprecher. Den Höhepunkt der Reise, den Baikalsee, erreichten wir am Sonntag. Über die alte Trasse, die nur noch von Touristenzügen und ein paar Mal die Woche vom Regelzug befahren wird, fuhren wir am Ufer entlang.

 

Nach neun Tagen durch drei Länder konnten wir beim Verlassen des Zugs kau m fassen, wie ruhig es war. Wir verabschiedeten uns in Port Baikal vom lieb gewonnenen Zugpersonal. Vier weitere gemütliche Tage in rustikaler Umgebung erwarteten uns – und wir freuten uns darauf, die Umgebung auch zu Fuss kennen zu lernen. Wir genossen Spaziergänge und Wanderungen durch die herrliche Natur und erzählten uns Geschichten am abendlichen Lagerfeuer. Die ganz hart gesottenen unter uns sprangen sogar in den kalten Baikalsee (die Durchschnittswerte liegen im Sommer bei rund 16 Grad).

Langsam rückte das Ende der Reise näher. Zwei Stationen standen aber noch auf dem Programm, ehe das Flugzeug uns zurück in die Schweiz fl iegen würde. Zuerst besuchten wir mit dem Bus Irkutsk, die Hauptstadt Sibiriens, nach einem Inlandfl ug die Metropole Moskau. Sprachlos standen wir vor den prunkvollen Palästen und Bauten. Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Hier war die zweiwöchige Traumreise zu Ende, in Gedanken wird sie mich jedoch noch lange begleiten.

Akzeptieren

Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite. Wenn Sie auf der Webseite bleiben, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Details erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.