Finnland

Mein erstes Mal in Finnland

Warst du schon einmal in Finnland? Für unseren Reisepartner Autor Andrea Ullius, eigentlich ein profunder Kenner Schwedens, war das totales Neuland. Trotzdem hat er im letzten Sommer den Schritt über die Grenze gewagt und eine Woche in einem Ferienhaus in Nordkarelien verbracht. Hier folgt sein Bericht.

Andrea Ullius

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Gastautor Andrea Ullius kennt Schweden von seinen unzähligen ausgedehnten Reisen. Über die lauschigsten Plätzchen, das bequemste Hotelbett oder die schönste Aussicht informiert der Partner von Kontiki regelmässig auf seinem Blog www.schwedenhappen.ch.

Nicht dass ich bei Neuem zurückhaltend bin, im Gegenteil. Ich lasse mich schnell auf neue Abenteuer ein. Trotzdem überlege ich es mir immer gut, wenn ich meine Komfortzone potentiell verlasse. Kontiki wollte mich nach Nordkarelien verfrachten. Hallo, das ist Finnland. Ich bin der Schwedenexperte. Und abgesehen davon ist Nordkarelien nicht Helsinki, sondern liegt direkt an der russischen Grenze. Vom "Russen" wiederum hört man ja nicht nur Gutes. Und dann trinken sie noch so viel, die Finnen. Und gesprächig sind sie auch nicht. Kann man da Urlaub machen? Zeit für mich, der Sache auf den Grund zu gehen.

Für eine Woche durfte ich eines dieser wunderbaren finnischen Ferienhäuser, ein Mökki, bewohnen. Meist befinden sie sich mitten im Wald, an einem See oder sonst in herrlicher Umgebung. Bei den Mökki zahlt es sich aus, dass Nordkarelien sehr spärlich besiedelt ist. Mein Häuschen hatte seine Heimat etwa dreissig Minuten von Joensuu in einer Waldlichtung nur wenige Meter von einem kleinen See entfernt. Das war Nirgendwo. Den Hausschlüssel habe ich an einer Tankstelle abgeholt. Im Café der Tankstelle sassen einige Leute, mutmasslich Einheimische. Ein Mann ruft etwas auf Finnisch. Ich erkläre, dass ich aus der Schweiz komme und leider kein Finnisch spreche. Er hebt den Daumen nach oben "Switzerland super" sagt er lachend. Ich bestelle mir einen Kaffee und setze mich zu den Herren am Tisch. Ein jüngerer Finne kann recht gut Englisch und wir quatschen ein wenig. Er arbeitet im Wald, ist sozusagen Förster. Sie würden sich hier jeden Nachmittag zum Kaffee treffen. Nach einer halben Stunde verabschiede ich mich. Das war eine nette erste Begegnung mit diesen Finnen. Sie können also definitiv sprechen.

Nordkarelien ist Wald und Wasser

Nordkarelien ist Teil der finnischen Seenplatte und gehört zu Ostfinnland. Bei der Anfahrt wird mir schnell klar: Nordkarelien ist das Finnland, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Mit all den Wäldern, den vielen Seen, der umwerfenden Natur, der mehr als nur spärlichen Bevölkerungsdichte muss das das "wahre Finnland" sein. Nicht zu Unrecht spricht man ja auch von der finnischen Seenplatte. Nach Ostfinnland fährt man nicht, um Leute zu treffen, hierhin verschlägt es die Leute, um endlich mal Ruhe zu haben. In der Tat ist der Alltag auch für Urlauber komplett anders als bei uns in der Schweiz. Kein Gedränge am Frühstücksbuffet, kein straffer Aktivitäten-Zeitplan. Kein Stress mit diesen leidigen Wellnessbehandlungen. Ein Fernsehempfangsgerät hatte es zwar in meinem Mökki, das dürfte aber infolge Stillstands-Schäden längst den Geist aufgegeben haben.

«Nach Ostfinnland fährt man nicht, um Leute zu treffen, hierhin verschlägt es die Leute, um endlich mal Ruhe zu haben.»

Meine Anreise erfolgt von Helsinki aus mit meinem kleinen Camper. Wenn Sie aus der Schweiz anreisen, dann fliegen Sie am besten bis Helsinki und dann weiter bis Joensuu oder Sie kapern Ihr Mietauto schon in Helsinki und erleben auf dem Weg nach Nordkarelien die ersten Abenteuer. Wie wär es zum Beispiel mit einer Übernachtung im Glashaus von Järvisydän am Saimaa See (https://www.jarvisydan.com) oder einem Besuch in Kuopio, der European Region of Gastronomy 2020/2021? Nach meinem Intermezzo an der Tankstelle ist es endlich soweit. Ich begrüsse im Niemandsland mein Häuschen. Es heisst Karhu. Eine Wucht. Alles da, was man für erholsame Ferien braucht. Ich bin bereits jetzt in dieses Finnland verliebt. Noch lieblicher wird es, als ich die Umgebung erkunde. Ein kleiner Pfad führt zum See. Ein Bootssteg mit Boot wartet auf mich, ebenso eine gemütliche Feuerstelle. Hier wird in den nächsten Tagen fleissig grilliert, nehme ich mir vor.

Mit dem Rad zur Piroggen-Königin

Der erste Tag meiner Nordkarelien Reise beginnt früh. Ich habe mich mit Minna Murtonen in ihrem Gästehaus Pihlajapuu verabredet. Schon die morgendliche Fahrt gibt mir einen Eindruck der Weite von Nordkarelien. Ich streife das erste Mal die Gegend des Koli Nationalparks und des Pielinen Sees.

Minna begrüsst mich mit einem leckeren nordkarelischen Frühschoppen. Sie erzählt von den kulinarischen Touren, die sie für Gäste anbietet. "Oft haben Leute das Gefühl, dass unser Essen hier sehr gewöhnungsbedürftig ist. Ich will mit meiner Tour das Gegenteil beweisen." (www.aksytammat.fi/de)

Los geht es mit dem Fahrrad. Zuerst werde ich auf einer Schotterstrasse schön durchgeschüttelt, dann wird es besser und wir radeln sanft durch Wälder und an Seen entlang. Immer wieder muss ich einen Halt einlegen, um die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Die Farben der Natur sind irgendwie viel intensiver als bei uns. Aber wahrscheinlich sind meine Glückshormone für diese Wahrnehmung verantwortlich. Ein paar Kilometer vor Nurmes meint Minna Murtonen: "Jetzt wird es etwas hügelig." Eigentlich ist es nur ein Hügel, aber er erinnert mich an die Alp d'Huez der Tour de France. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt mit dem modernsten Mountainbike unterwegs bin, es muss also kräftig "getrampt" werden. Auf dem "Pass" angekommen, geht es dann dafür rasant runter nach Nurmes.

Hier in Nurmes treffen wir die ungekrönte Königin der Piroggen. Ritva Ryttyläinen fabriziert täglich 1000 Stück dieser finnischen Spezialität. Von Hand, wohlgemerkt. Ich versuche meine spärlichen Backkünste in Szene zu setzen. Die Vorgaben sind streng: "Du musst den Teig so dünn auswallen, dass du beim Durchschauen sieben Dörfer und sieben Kirchen siehst. Du musst das aber so leise machen, dass die Schwiegermutter, die unter dem Tisch schläft, nicht wach wird", sagt Ritva verschmitzt. Einmal mehr wird mir klar, weshalb ich weder Uhrmacher noch Patissier wurde. Das ist mir einfach zu fummelig. Aber es macht einen riesen Spass und Ritva motiviert mich ständig. Es ist wie beim Penaltyschiessen der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Irgendwann in zehn Jahren geht schon mal einer rein. Auch meine Piroggen nehmen zunehmend bessere Formen an, so dass ich den Tag schon jetzt als vollen Erfolg abhake.

Piroggen bestehen aus einem Teig, vorwiegend aus Roggenmehl, und einer Füllung aus einer Art Milchreis, aber in pikant. Nach dem Backen werden sie mit flüssiger Butter bestrichen und mit Eibutter gegessen. Natürlich esse ich eine meiner Kreationen. Ausser der etwas missratenen Form bekomme ich nur Lob von der Piroggen-Meisterin. Glauben Sie mir, diese Piroggen haben gar nichts mit den Dingern zu tun, die oft in Hotels aufgetischt werden. (www.mannikkolanpirtti.com)

Mit vollem Magen steigen wir wieder auf unsere Drahtesel und machen uns auf den Weg zur nächsten Station. Wir fahren gemütlich durch kleine Orte und über Dorfwege. Immer wieder legen wir einen Halt ein und bestaunen die Gegend. Meinem nicht gerade raderprobten Hintern kommt das auch gelegen. Mir graut jetzt schon davor, all die Fotos zu entwickeln, die ich "geschossen" habe.

Schweisstreibende Entspannung in der Sauna

Nach ungefähr 35 Kilometern kommen wir in Laitalan Lomat an und werden von der Hausherrin Henna Nevalainen begrüsst. Das Anwesen umfasst ein Gasthaus, einige Gästehäuschen und Saunen. Alles ist sehr rustikal und gemütlich. Ich weiss, für die Finnen ist Sauna ein Heiligtum. Meine Befürchtung: Ich trete in diverse Fettnäpfchen. Meine Erkenntnis: Es gibt keine Fettnäpfchen. Jeder macht Sauna, wie er es für richtig hält.

An dieser Stelle muss ich beichten. Ich liebe Sauna, aber ich hasse kaltes Wasser. Alles was unter 20 Grad ist, bezeichne ich als Eis. Es ist für mich undenkbar, nach der heissen Sauna ins kalte Wasser zu hüpfen. Es gibt sogar Wahnsinnige, die im Winter ins Eiswasser tauchen. Ich hab's definitiv lieber etwas wärmer.

Die Hitze in der Sauna ist im wahrsten Sinne atemberaubend. Immer wenn ich etwas Wasser auf den Ofen giesse, schwappen mir Wellen der Glut entgegen. Ich gewöhne mich aber schnell an dieses neue Gefühl. Drei Mal gebe ich mich knapp dem Siedepunkt hin, dann ist entspannen auf der Terrasse angesagt. Zur Belohnung kocht uns Henna ein paar Spezialitäten des Hauses und Minna Murtonens Mann holt uns mit dem Bus ab und bringt uns zum Ausgangspunkt zurück. Der Start in das finnische Wagnis ist bestens geglückt.

Zügig mit dem Boot über den Pielinen See

Noch voller Eindrücke vom Vortag fahre ich am nächsten Morgen Richtung Koli Nationalpark. Ich habe mich am Koli Hafen mit Toni Helander und Hanna Jänönen verabredet. Mit dabei ist auch der sibirische Husky Tarmo, ein fideler Kerl. Toni hat schon sein Boot startklar gemacht. Wir wollen den Pielinen See erkunden.

Der viertgrösste See Finnlands ist 894.2 Quadratkilometer gross und rund 93 Kilometer lang. Aus dem See ragen viele kleinere Inseln. Einige sind so schmal, dass sie eher an Brücken als an Inseln erinnern. Tonis Boot ist eines der schnelleren, die ich bis jetzt gesehen habe. Prompt windet es mir meinen Hut vom Kopf. Nur durch Zufall fliegt er nicht in hohem Bogen über die Reling. Nochmals Glück gehabt.

Immer wieder machen wir Halt und entern kleine Inseln. Ich bin überrascht, wieviel Abwechslung man hier antrifft. Einmal ist es dichter Wald, dann felsige Kargheit. Als Krönung gibt es Mittagessen am Sandstrand. Das Essen mit frisch gefangenem Fisch und Salat schmeckt hervorragend. Kein Wunder, denn Toni war in seinem "früheren Leben" Koch in renommierten Hotels. Wenn Toni und Hanna nicht mit dem Boot unterwegs sind, dann findet man sie in ihrem Foodtruck in Nurmes oder als Störköche bei privaten Veranstaltungen. Die Zwei sind wirklich sehr vielseitig. (www.pielisenretki.fi)

Wenn man das Erlebte kaum in Worte fassen kann

Da ich nicht weit vom Koli Nationalpark bin, entschliesse ich mich noch für einen Abstecher auf den Berg. Für die Wanderung habe ich mir die Dienste von Irja Tanskanen gesichert. Irja ist Guide bei Feel Koli und kennt die Gegend wie kaum jemand sonst. Wir machen uns auf den Weg zu den "Gipfeln".

Die höchste Stelle ist 347 Meter über dem Meer, der ganze Nationalpark umfasst eine Fläche von 30 Quadratkilometern. Relativ schnell erreichen wir den höchsten Punkt, den Ukko-Koli, nach dem heidnischen Gott "Ukko" benannt. Wenn Sie hier auf dem höchsten Punkt des Koli Nationalparks stehen, dann begreifen Sie erst die Unendlichkeit von Nordkarelien. Es ist Wahnsinn, dabei ist der Berg gar nicht so hoch.

Der zweite Gipfel ist Akkakoli, nach Ukkos Gattin Akka benannt. Auch hier ist die Sicht unfassbar. Es ist kein Wunder, dass dieser Blick über die umgebende Seenlandschaft in Finnland als nationales Symbol gilt, und vielen Künstlern als Inspiration diente und dient. (www.feelkoli.fi)

Ein kleiner Regenschauer macht sich bemerkbar. Wir steigen deshalb runter vom Berg. Es ist auch bereits Zeit für das Nachtessen. Unten im "Dorf" befindet sich das Gastro Pub Kolin Ryynänen. Hier fühlt man sich sofort willkommen. Den Burger, den ich bestelle, ist der Hammer, die Fritten, die Besten, die ich je hatte.

Noch ist der Tag lange nicht zu Ende. Es geht wieder ab in die Sauna. Dieses Mal treffe ich Asko Turunen und Sami Kuponen von Koli Korvenkota. Ihre Sauna liegt am Pielinen See. Es ist eine Rauchsauna, sozusagen der Goldstandart des Saunens. Stunden bevor die Gäste kommen muss sie eingeheizt werden. Asko hat schon die Birkenzweige gebunden. Mit diesen "peitscht" man sich dann selber aus. Das regt die Durchblutung an.

Nach jedem Saunagang gibt es von Asko ein Bier und zum Schluss wird am Feuer gemütlich grilliert. Mir sind die Tränen vor Freude gekommen, als ich feststellte, dass die hier in Finnland tatsächlich Cervelats haben. Wirklich, die sehen identisch aus und schmecken mindestens so gut. Das war ein richtig lustiger Abend mit Asko und Sami. Hätte ich nicht zurück ins Mökki müssen, wir würden jetzt noch bei Feuer, Bier und Wurst sitzen. (www.korvenkota.com)


Einfach, aber nicht einfältig

Ich lerne auf meiner Reise viele Finnen und Finninnen kennen und schätzen. Die Menschen hier unterscheiden sich gewaltig von uns Schweizern und Deutschen. Die Finnen erzählen lieber Geschichten über ihre Eltern und Grosseltern und was diese geleistet haben. Das Wort "ich" kommt in Gesprächen sehr spärlich vor. Finninnen und Finnen sind stolz auf die Familie. Dass sie etwas weniger schwatzhaft sind als die Deutschen oder wir Schweizer ist sicher wahr, aber sie sind dafür an einem richtig interessiert und hören zu, wenn man etwas erzählt. Und so kann man locker am Feuer sitzen, ohne die ganze Zeit zu quasseln.

Ab und zu kommt es mir vor, als ob die Zeit in den 80er Jahren stillgestanden ist. Im Radio läuft 80er Musik, die Mode erinnert an diese Zeit, die Autos sowieso. An der Tankstelle trifft man Arbeiter, Trucker, alles gestandene Männer. Man merkt, hier in Nordkarelien wird das Brot mit Schweiss und harter Arbeit verdient. Kleider werden solange getragen, bis sie auseinanderfallen. Modetrends werden bestimmt nicht in Nordkarelien lanciert. Ausser wenn es um Outdoorklamotten geht, dann sind die Leute auch hier ganz vorne mit dabei. Aber ehrlich gesagt, was sind schon Kleider, wenn man diese Natur und all die netten Menschen um sich hat. All diese Gedanken kommen mir im Gespräch mit Asko und Sami in den Sinn.


Vom Militär zum Survival Guide

Einem gestandenen Finnen gebe ich mich in den nächsten drei Tagen hin. Mikko Kettunen ist Survival Guide und entführt mich in die Wildnis Nordkareliens. Ich mache mir etwas um meine persönliche Fitness sorgen. Mikko war Instruktor bei der finnischen Armee. Ich sehe mich schon am Ende meiner Kräfte und vor dem Schleifer zusammenbrechen. So schlimm wird es zum Glück nicht, im Gegenteil.

Mit Mikko unternehme ich eine Schluchtentour. Wir wandern durch Wälder, am Wasser entlang. Immer wieder erklärt mir mein Guide die Eigenheiten der Natur. Wir sehen Insekten, Fische, Tiere, Spuren von Bären. An einer Feuerstelle bereiten wir ein leckeres Outdooressen zu. Es gibt ... Cervelat ;-)

Auf die Schluchtentour folgt ein Kanuabenteuer im Kolovesi Nationalpark. Synchron paddeln wir an Inseln und kleinen Buchten entlang. Die Stille wird nur durch Tierlaute und unser Paddelgeräusch getrübt. Hin und wieder lassen wir uns einfach treiben. Einmal stoppen wir an einer kleinen Insel und legen uns einfach ins Gras. Dann gibt es Mittagessen auf einer anderen schmucken Insel. Hier können wir kein Feuer machen, da es zu trocken ist. Mikko meint: "Survival heisst, dass es manchmal Rohkost gibt".

Die kulinarischen Entbehrungen dauern nicht lange. Zum Abschluss der Abenteuer mit Mikko Kettunen gibt es noch eine Lektion in Outdoor Cooking. Man braucht Holz und ein paar Zutaten. Das Holz ist an der Feuerstelle schon vorhanden. Feuer machen wir mit Birkenrinde und Feuerstahl. Zum Essen gibt es ein ganzes grilliertes Huhn, Gemüse und selbst gebackenes Brot in der Pfanne. Es schmeckt formidable. Mikko sagt, dass man auch in der Natur lecker und ausgewogen essen kann. Die Zutaten kann man von zuhause mitbringen, die Zubereitung draussen am Feuer ist dann die Herausforderung. Ich habe bei Mikko sehr viel gelernt. (www.karusurvival.com)


Wenn an Juhannus Fremde zu Freunden werden

Heute ist Juhannus. Das Mittsommerfest der Finnen. Katri Vuorjoki hat mich zu diesem Fest eingeladen. Katri vermietet Blockhäuser an Gäste und bietet diverse Aktivitäten an. Die ganze Verwandtschaft der unternehmungslustigen Finnin ist eingetroffen. Die 93-jährige Oma ist ebenso interessiert an meinen Geschichten, wie der drei Monate alte Sprössling. Mit ihm muss ich Faxen machen. Das kann ich gut. Wir unterhalten uns auf Englisch, Deutsch, mit Händen und Füssen. Lachen geht auch ohne Finnisch-Kenntnisse. Schnell werde ich in die Familie "aufgenommen".

Was mich überrascht: Entgegen meiner Befürchtungen wird nur wenig Alkohol getrunken. Klar, das eine oder andere Bier findet seinen Abnehmer, aber von der angeblichen finnischen Trinkfestigkeit ist das weit entfernt. Der Tag geht schnell vorbei, wir sitzen auf der Terrasse, besuchen abwechslungsweise die Sauna, sitzen am See und schlafen dann zufrieden und glücklich ein.

Ich habe noch selten eine Gesellschaft erlebt, die so viel gelacht hat, bei der jeder mit jedem gesprochen hat und wo man den Respekt untereinander derart spüren konnte. Ich habe zwar keine Ahnung mehr, wer genau der Bruder oder die Schwester von wem war, aber das ist auch egal. Es war einfach eine grosse Familie.

Näkemiin, du schönes Finnland

Und schon ist meine Finnenwoche vorbei. Mit Verwunderung stelle ich fest, dass ich keine einzige Stadt besucht habe. Joensuu, keine Ahnung. Spielt es eine Rolle? Auf keinen Fall. Denn eines ist mir nach dieser Woche klar. Dieses Finnland wird mich so schnell nicht los. Nordkarelien schon gar nicht. Haben Sie auch Lust auf Nordkarelien bekommen? Schauen Sie sich doch die tollen Angebote von Kontiki an.

Blockhausferien Finnische Seenplatte

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