Norwegen

Nordnorwegen

Der Norden Norwegens gehört zu den spektakulärsten Regionen Europas. Die Natur kreierte wild-romantische Küsten, steile Berge und karge Hochebenen. Die roten Häuser der Fischer – Rorbuer genannt – leuchten wie bunte Farbtupfer in der überwältigenden Landschaft. Ganz besonders im warmen Licht der Herbstsonne.

Lofoten

Der Name Lofoten bedeutet «der Luchsfuss». Die Inselgruppe besteht aus 80 Inseln und liegt der norwegischen Küste vorgelagert im Atlantik. Viele Inseln sind über Brücken oder durch Tunnel miteinander verbunden.

Etwa 24000 Einwohner leben auf den Lofoten, zumeist in kleinen Ortschaften. Die einzige grössere Stadt und Touristenzentrum ist Svolvær. Die Einwohner leben entweder vom Fischfang oder dem Tourismus. Gefischt wird hauptsächlich Kabeljau, der für den Export zu Klippfisch und Stockfisch verarbeitet wird.

Die bis zu 1200 Meter hohen Berge verleihen der Region einen alpinen Charakter. Spektakuläre Ausblicke auf steile Bergflanken, tiefe Fjorde und wilde Küsten sind garantiert.

Nordlichter

Der hohe Norden bietet bei klarem Nachthimmel ein einzigartiges Spektakel: Tanzende Nordlichter. Die Aurora borealis ist ein schwer zu beschreibendes Naturphänomen. Die Nordlichter sind wie ein Schleier, der sich im Wind bewegt. Sie entstehen, wenn kräftige Sonnenwinde geladene Teilchen von der Sonne zur Erdoberfläche schleudern. Beim Eintreten in die Atmosphäre der Erde werden diese Teilchen durch unser Magnetfeld zum Nord- und Südpol geleitet und entladen sich in 100 km Höhe. In manchen Nächten scheint der Himmel in hundert Grüntönen zu explodieren – ein magischer und unvergesslicher Moment.

Nordkap

Der nördlichste Punkt von Kontinentaleuropa ist Sehnsuchtsort so mancher Reisenden. Das Nordkap liegt auf der Insel Magerøya, über 500 Kilometer nördlich des Polarkreises. Auf dem Weg zum 2100 Kilometer entfernten Nordpol befindet sich nur noch die Inselgruppe Spitzbergen.

Erster «Tourist» am Nordkap soll Francesco Negri gewesen sein, ein italienischer Priester aus Ravenna. Die ersten organisierten Gruppenreisen aus London veranstaltete das Reisebüro Cook 1875. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition, bei Ankunft am Nordkap ein Glas Champagner zu trinken. Ab 1893 führte die Schiffsgesellschaft Hurtigruten regelmässige Fahrten entlang der norwegischen Küste ein, Startpunkt für den modernen Ausflugstourismus. Heute zählt das Nordkap jährlich über 200000 Besucher.

Auf dem 300 Meter steil aus dem Meer ragenden Felsen wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, die sogenannte «Nordkaphalle». Hier finden sich ein Restaurant, eine Kapelle, ein Postamt, Souvenirläden und eine Ausstellung mit einer interessanten Multivisions-Show.


Skipioniere

Die wohl bekannteste kulturelle Errungenschaft der Sami ist der Ski, der bereits vor 4500 Jahren benutzt wurde.


Sami

Die Sami sind ein indigenes Volk in Nordskandinavien. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich von der Küste Norwegens über Nordschweden nach Finnisch Lappland und bis zur Barentssee in Russland. Bereits in der Steinzeit wohnten Jäger, Sammler und Fischer im hohen Norden. In Alta wurden 6000 Jahre alte Felszeichnungen gefunden (UNESCOWeltkulturerbe). Die Sami waren seit jeher Nomaden. Sie jagten das heimische Rentier, später begannen sie Rentiere zu züchten.

Noch Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Sami als niedriger entwickeltes Volk angesehen. Erst in den 60er-Jahren verbesserten sich die Lebensbedingungen entscheidend, als die norwegische Regierung das Recht der Sami auf ihre eigene Kultur anerkannte. In den Schulen durfte fortan in Samisch unterrichtet werden. Im Jahre 2000 wurde ein samischer Nationalfonds eingerichtet, der zur Stärkung der samischen Sprache und Kultur verwendet wird.

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