MYTHEN UND GESCHICHTEN

Von hörbaren Lichtern und funkelndem Fuchsfeuer

Schon immer berührte das Polarlicht den Menschen. Wir haben die interessantesten Mythen und Geschichten rund ums Nordlicht für Sie zusammengetragen.

Samikultur

Die Samen glaubten sehr stark daran, dass mit den tanzenden Lichtern ein Geräusch verbunden sein musste. Deshalb gaben sie ihm den Namen «Guovsahas», was so viel heisst wie «hörbare Lichter». Polarlichter riefen grosse Ehrfurcht hervor. Fehlender Respekt gegenüber Nordlichtern würde mit Krankheit und dem Tod bestraft werden, so der Glaube.

Norwegen und Schweden

In Norwegen und Schweden war das Nordlicht mit Wohlstand verbunden. So glaubte man früher, dass Nordlichter die Reflektion von riesigen Heringsschwärmen in den nördlichen Meeren sind, was den Fischern einen guten Fang versprach.

Finnland

Gemäss einer finnischen Fabel werden Nordlichter von einem Polarfuchs erzeugt. Dieser entfacht Feuer, indem er mit seinem Schwanz dem Schnee entlang fegt. Die Funken fliegen bis in den Himmel, wo sie als Nordlichter zu sehen sind. Das finnische Wort für Nordlicht lautet «revontulet», was auch mit «Fuchsfeuer» übersetzt werden kann.

Kanada

Der wohl schönste Glauben stammt aus Nordamerika. Die Algonkin glaubten, dass der Schöpfer, nachdem er die Erde erschaffen hatte, in den Norden gereist war und dort grosse Feuer entfachte, um seinem Volk seine ewig währende Liebe zu versichern.

Grönland

Oft wird das Polarlicht mit verstorbenen Seelen in Verbindung gebracht. Die grönländischen Eskimos glaubten, dass es sich bei einer Aurora Borealis um verstorbene Angehörige handelt, die sich zeigen, um den Neuankommenden zu helfen. In einigen Regionen wurde angenommen, dass Nordlichter entstanden, wenn die totgeborenen Kinder Ball spielten. Das Motiv des Ballspielens entspricht dem Wunsch, die dynamischen Bewegungsvorgänge des Polarlichts in ein anschaubares Bild zu bringen.

Quellen

  • «Polarlicht – Feuerwerk am Himmel», Andreas Pfoser & Tom Eklund. ISBN: 978-3-9384-6967-5
  • «Das Polarlicht», Harald Falck-Ytter, ISBN: 978-3-7725-0761-8
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